Messdienerfahrt nach Altenberg 2018

Unsere Messdiener waren vom Samstag, dem  28. April bis Dienstag, dem 01. Mai 2018 tradionell nach Altenberg gefahren.

Am Montagabend eröffnete Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp ein vielseitiges Programm. Stationen, wie das Labyrinth, der Leuchtturm, Tanz und Bibliolog oder Gesprächsrunden, dienten dazu den Standort im Leben und im Glauben zu ermitteln. Im Labyrinth fragt man sich: „Wo stehe ich?“, „Welchen Weg soll ich nehmen?“

Der Höhepunkt war die Entzündung des Altenberger Lichts an der Osterkerze im Dom. Die Fackel wurde in diesem Jahr in der Vigil um Mitternacht entzündet. Die tolle Atmosphäre, die durch die verschieden farbigen Lichter nochmal hervorgehoben wurde, ließen diese Feier in einem einzigartigen und unvergesslichen Bild erscheinen. Die Entzündung des Lichts, an der Scheide zwischen Tag und Nacht war für jeden ein ganz besonderer Moment.

„Was ist unser Standort aus dem Glauben heraus?“, fragt Schwaderlapp zu Beginn seiner Predigt. Er verweist auf die Lesung aus dem Alten Testament. Der im Tempel schlafende Samuel erkennt erst im dritten Anlauf, dass Gott ihn bei seinem Namen gerufen hat.

So geht es oft uns Menschen. Auch wir werden von Gott beim Namen gerufen. Schon in der Taufe wird unser Name ausgesprochen. Gott spricht uns gezielt an, er ruft uns beim Namen und verbindet auf diese Weise eine enge Freundschaft mit uns. Unsere Namen sind nicht egal, nein, jeder Name bringt eine eigene Geschichte mit sich. Gott liebt unsere Geschichte und damit auch uns.

Am Dienstag wurde um 10 Uhr die festliche Aussendungsmesse im bis auf den letzten Platz besetzten Altenberger Dom gefeiert. Pfarrer Schwaderlapp schilderte einen Brückenbau, der von zwei Seiten aus begann, in der Mitte aber aneinander vorbeiging. Anders als diese Brücke, kommen die Brücken, die Gott baut, an.  Aber glauben wir Menschen auch an diese Brücke? In verschiedenen Situationen fragen Menschen sehnsuchtsvoll, manchmal frustriert oder leidend: „Gott, wo bist du?“ In dieser Frage steckt eine tiefe Sehnsucht nach jemandem, der bei einem ist, der einem in schwierigen Situationen behilflich ist, vielleicht gerade dann, wenn ich ihn nicht erlebe oder nicht spüren kann. Es ist eine Sehnsucht, mit Blick auf die Welt, die fragt: „War es das jetzt schon?“ Die Menschen wollen immer mehr, die Menschen geben sich nicht mit dem Gegebenen zufrieden, sie streben nach einem nie aufhörenden Glück. „Wir wollen die Fülle des Glücks“, erläutert Schwaderlapp. Diese Sehnsucht verweist uns auf Gott. Diese Sehnsucht hat uns Gott selber gegeben.

Glauben hat mit Frieden und Zufriedenheit zu tun und so ist es ein Frieden, von Gott angesprochen zu werden und von ihm das Versprechen zu erhalten, dass die Sehnsucht erfüllt wird. Wir können zufrieden sein, weil Gott bei uns ist.

Das Altenberger Licht ist ein mächtiges Licht der Sehnsucht, das mit seinem Feuer der Hoffnung, der Liebe und der Freundschaft die ganze Welt entflammen kann.

Eine besondere Ehre wurde den Messdiener von St. Markus Essen-Bredeney erteilt. Unsere Messdiener erhielten als eine von drei Gruppen  stellvertretend  für über 2500 Jugendliche im Hochamt das Altenberger Licht aus den Händen des Kölners Diözesanjugend-Seelsorger Tobias Schwaderlapp. Gerade unsere Messdiener sind seid vielen Jahren immer beim Altenbergerlicht anwesend und bringen das Friedenslicht nach Essen.

In einer feierlichen und gut besuchten Maiandacht am Dienstagabend in St. Markus brachten die Messdiener das Altenberger Licht in die St. Markuskirche. Dort steht es direkt vor der Mutter Gottes.

Wir sind sehr dankbar, das wir eine lebendige und aktive Messdienerschaft in St. Markus haben. Unterstützt wurden die Messdiener vor Ort in Altenberg von einigen Eltern und Herrn Pastor Michael Niekämper.

Die Aussendungsfeier wurde durch das DOMRADIO Köln live im Internet übertragen und kann aktuell über die Mediathek angesehen werden. Die Ehrung unserer Messdiener beginnt bei 01:45:00.

Messdiener

Zurzeit gibt es ca. 70 Messdiener/innen, die von einem siebenköpfigen Team geleitet werden. Jedes Jahr nach der Erstkommunion beginnt die Ausbildung der neuen Messdiener. Dazu sind nicht nur die Kommunionkinder, sondern auch ältere Kinder und Jugendliche, die vorher nicht an der Ausbildung teilnehmen konnten, herzlich eingeladen.

Nach der Grundausbildung gibt es zahlreiche Aktivitäten, Auffrischungs- und Erweiterungskurse, gemeinsame Ausflüge. Im "Medilino", einem regelmäßigem Treffen der neuen Messdiener, sollen diese in den Messdiener-Alltag eingebunden und motiviert werden, weiterhin mit Spaß und Einsatz ihren Dienst am Altar zu leisten.

Messdiener-Infoblatt

 

Ansprechpartnerin: Ricarda Biermann

Hier können Sie sich den aktuellen Messdienerplan und den aktuellen Novae Literae ansehen und ausdrucken.

Messdienerplan  vom 09.12.17 - 28.01.2018

Novae Literae Ausgabe 01/2017

 

Internet-Seite der Messdiener von St. Markus


Was bedeutet „Ministrant“?

Das Wort „Ministrant“ jedenfalls kommt ursprünglich von dem lateinischen Begriff „ministrare“ und heißt in die deutsche Sprache übersetzt: „dienen“. Somit heißt Ministrant übersetzt „Diener“, was auch seiner Funktion entspricht, nämlich den Pfarrer im Gottesdienst (besonders in der Heiligen Messe) als Altardiener zu unterstützen bzw. zu assistieren. Ministranten sind somit „Diener an einem höheren Gut, Jesu Christi selbst, der in der Eucharistie mit seinem Leib und Blut in Erscheinung tritt“. Häufig werden Ministranten auch abgekürzt als „Minis“ bezeichnet.

Übrigens waren auch viele Prominente aus Fernsehen und Politik in Ihrer Kindheit und Jugend Messdiener wie z. B. Stefan Raab, Harald Schmidt, Thomas Gottschalk, Horst Seehofer und viele andere. Der folgende Film vom Sankt Michaelsbund zeigt, was es heißt Ministrant zu sein:

Auch andere Kirchen kennen Ministranten wie die orthodoxen Kirchen, die anglikanische Kirche, die altkatholische Kirche sowie etliche evangelischen Kirchen.

Voraussetzungen für den Messdienst …

Wer den Ministranten Dienst ausüben möchte, der muss ein paar Voraussetzungen mitbringen, die aber auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Es gibt allerdings einige Grundregeln, die alle gemeinsam haben:

  • ein Ministrant muss getauft sein

  • er muss bereits zur Erstkommunion gegangen sein

Der Messdienst wird zumeist von Kindern und Jugendlichen ausgeübt, an einigen Orten (z. B. in Bischofskirchen) aber auch von Erwachsenen. Bevor jemand zum Altardienst zugelassen wird, ist es außerdem häufig üblich, vorher eine Art Ausbildung zu machen, um so alles Wichtige rund um den Messdienst zu erlernen: Dazu gehören z. B.  die einzelnen Aufgaben, die wichtigen Zeiten und Feste im Kirchenjahr, den Ablauf der verschiedenen Gottesdienstformen sowie diverse Zeichen und Symbole.

Verschiedene Aufgaben und Dienste der Ministranten …

Im Gottesdienst übernehmen die Messdiener eine Reihe von Aufgaben als Assistenten des Pfarrers (Priester) sowie auch als Vertreter der Gemeinde.

Folgende Aufgaben bzw. Dienste sind allgemein gebräuchlich:

  • Altardienst (Akolythen)

  • Fackelträger (Cerforar)

  • Kreuzträger (Crucifer)

  • Rauchfassträger (Thuriferar)

  • Schiffchenträger (Navicular)

  • Oberministrant (Zeremoniar)

  • Mitraträger (Mitrafer)

  • Stabträger (Baculifer)

  • Lektor (Lectoratus)

Die Bezeichnungen für diese Dienste leiten sich teilweise aus den niederen Weihestufen des Priesteramtes ab, die es bis zur Umsetzung der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils gab.

Mehr Informationen zu den einzelnen Diensten findet ihr in folgendem Beitrag: Verschiedene Aufgaben (Dienste) für Ministranten.

Die Gewänder der Messdiener …

Was für Klamotten trägt ein Ministrant denn so? Im Verlauf der Geschichte hat es sich für den Gottesdienst eingebürgert, dass die Messdiener eine spezielle Kleidung tragen: Als Untergewand einen roten oder schwarzen Talar und darüber das so genannte Rochett (auch teilweise als Chorhemd bezeichnet). Mancherorts ist es zudem üblich, über dem Rochett noch eine so genannte Mozetta (ist eine Art Kragen) in rot, schwarz oder der entsprechenden liturgischen Tagesfarbe zu tragen. In etlichen Pfarreien tragen die Messdiener außerdem ein Zingulum in der liturgischen Farbe. Ebenfalls ist es mancherorts üblich über der Kleidung noch ein Kreuz oder eine Plakette (bspw. mit Symbol der Taube) zu tragen. Anstatt von Talar und Rochett ist es auch möglich eine weiße Albe (knöchellanges Gewand) zu tragen, welche eine besondere Beziehung zum Taufkleid aufweist. Diese Ministranten Gewänder haben sich in den vergangenen Jahrhunderten fast überhaupt nicht verändert.

Mehr Informationen zur liturgischen Kleidung findet ihr hier: Liturgische Kleidung.

Zur Geschichte des Messdienstes …

Den Ministranten Dienst gibt es schon seit etwa dem 8. Jahrhundert, als es für den Priester üblich wurde, täglich eine Heilige Messe zu feiern. Hierzu ordnete die Kirche in den Synoden von Mainz 813 und Paris 829 an, dass für die Feier einer Messe wenigstens ein Ministrant anwesend sein musste. Dazu wurden dann in der Regel Jungen (Mädchen durften damals noch nicht ministrieren) ausgewählt, die später auch Priester werden sollten. Diese wurden dann auch in Liturgie und Latein geschult, um auf diese Weise auf die spätere Priesterweihe vorzubereiten.

Erst im 20. Jahrhundert unter Papst Pius XII. (in seiner Enzyklika „Mediator Dei“ aus dem Jahr 1947) wurde erstmals unterschieden zwischen „normalen“ Messdienern und Ministranten, die sich auf dem Weg zum Priesterberuf befanden. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich der Ministranten Dienst zu seiner heutigen Form.

Mit dem etwas später folgenden Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Status der Laien-Ministranten (also allen, die kein Priester werden wollen) weiter aufgewertet: Ministranten üben „einen wahrhaft liturgischen Dienst“ aus und heißen ebenfalls „ministri“ (so wurden vormals Ministranten im Klerus-Stand genannt). Außerdem änderte sich damit auch etwas die Bedeutung des Messdienstes: So sind Ministranten heute nicht nur Assistenten des Priesters, sondern sie übernehmen im Gottesdienst auch bestimmte Aufgaben stellvertretend für die Gemeinde. Seit 1994 sind nun offiziell auch Mädchen zum Altardienst zugelassen.

Mehr Informationen zur geschichtlichen Entwicklung des Ministranten Dienst findet ihr in folgendem Beitrag: Geschichte der Ministranten

Wie sind Ministranten organisiert?

In der Gemeinde bilden die Messdiener häufig eine feste Gemeinschaft und sind oft auch deren größte Jugendgruppe. Dazu trifft man sich zu Gruppenstunden, unternimmt gemeinsame Ausflüge und hilft beim Organisieren von Kirchen- und gemeinnützigen Festen. In vielen Gemeinden werden auch so genannte Oberministranten oder Obermessdiener vom jeweiligen Pfarrer beauftragt oder aber von der Ministrantengruppe gewählt. Diese vertreten dann die Anliegen der Ministranten innerhalb der Gemeinde und leiten die Messdienergruppe. Auch innerhalb des Dekanats oder Bistums sind die Ministranten organisiert: Es werden  gemeinsame Ausflüge, Wallfahrten, Ministrantentage, Fortbildungen oder sportliche Turniere veranstaltet. Außerdem gibt es die Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom sowie die Zentren für Messdiener auf Katholikentagen und den Weltjugendtagen.

Nochmehr Informationen erhalten Sie auf dem Ministranten-Portal: MiniPlus