29.03.2020

Tages Impuls 29. März in der Corona-Zeit

Kategorie: Propsteipfarrei
Propsteipfarrei

Liebe Schwestern und Brüder,  

Unpünktlichkeit kann mich so richtig wütend machen. „Ticken unsere Uhren eigentlich unterschiedlich?“ denke ich dann, wenn mich eine Verabredung warten lässt. Dazu kommt, dass mir die Gabe der Geduld nicht unbedingt mit in die Wiege gelegt worden ist. Jetzt brauche ich dringend einen Intensivkurs in Sachen Geduld. Denn nach dem Zeitplan, den ich mir wünschen würde, wird sich die Lage nicht bessern.  

Auch der Glaube erfordert Zeit und Geduld, das zeigt die Beschäftigung mit dem heutigen Evangelium.  

Am heutigen fünften Fastensonntag wird uns vom Evangelisten Johannes das letzte, das „siebte Zeichen Jesu“ vorgestellt: Die Auferweckung des Lazarus. Und auch hier spielt die Zeit eine große Rolle, denn was tut Jesus zuerst? Er hört vom Tod seines Freundes Lazarus - und wartet! Ganze zwei Tage wartet er, bis er zu ihm aufbricht. Das Wunder lässt sozusagen auf sich warten. Alle Beteiligten, Marta, die Jünger, werden auf eine harte Probe gestellt.  

Hier zeigt sich der Zeitplan Gottes auf seine unbegreif­liche Art. Zwei Tage hatte Jesus gewartet, bis er nach Betanien aufbrach; zwei Tage liegt er selbst im Grab – und ersteht am dritten Tag in aller Herrlichkeit. Er, der gesagt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Er, der allein auch uns von allem Bösen errettet und einst aus dem Tod erwecken wird. Nach seinem Zeitplan, auf seine Weise. Er hat es versprochen und ist dafür selbst in den Tod gegangen. Er kann helfen, er wird auch helfen, darauf können wir uns verlassen.  

Geduld, Gesundheit und Gottes Segen an diesem Sonntag und für die beginnende Woche wünscht ganz herzlich  

Ihr und euer
Diakon Frank Kühbacher

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