Gemeinschaft des heiligen Liudger / CSL

Die Erinnerung an den Todestag des heiligen Liudger vor 1150 Jahren (26. März 809) wurde im Juni 1959 mit einer vierzehntägigen Festfeier begangen. Es war das erste gemeinsame Glaubensfest des am 1. Januar 1958 neu gegründeten Bistums Essen.

Unter dem Eindruck  dieser Festwochen gründete der erste Bischof von Essen, Dr. Franz Hengsbach, einen Arbeitskreis, der sich weiter um die Förderung des Andenkens und der Verehrung des heiligen Liudger kümmern sollte. So wurde der „Arbeitskreis St. Liudger“, wie er sich nannte, am 28. Oktober 1959 auf Anregung von Bischof  Dr. Franz Hengsbach gegründet.

Mit Datum vom 8. Dezember 1989 ernannte Bischof Franz Hengsbach, inzwischen von Papst Johannes Paul II. 1987 zum Kardinal erhoben,  den Arbeitskreis St. Liudger unter dem Namen „COMMUNITAS  SANCTI  LUDGERI“ (Gemeinschaft des heiligen Liudger, CSL), zu einer Gemeinschaft kirchlichen Rechtes.

Auftrag und Aufgaben sind in der vom Essener Bischof bestätigten Satzung wie folgt festgelegt: 

  • die Förderung und Pflege der Verehrung des heiligen Liudger, 
  • die Erhaltung und Pflege der pastoralen und kultur-geschichtlichen Bedeutung des Heiligen,
  • die Pflege des Denkmals der Grabeskirche des heiligen Liudger (der ehemaligen Abteikirche und jetzigen Basilika minor), 
  • die Pflege des Werdener Kirchenschatzes einschließlich der Schatzkammer, soweit eine Verpflichtung Dritter hierfür nicht besteht, 
  • der Erhaltung und Förderung des Interesses der Allgemeinheit für die kulturgeschichtliche Bedeutung der ehemaligen Benediktinerabtei Werden und der erwähnten Kulturdenkmäler,
  • die Herausgabe und Verbreitung von Literatur zu den genannten Aufgaben 
  • die Kontaktpflege zu den Ludgerusgemeinden in aller Welt,

Neben den in der Satzung genannten Aufgaben liegt besonders die Vorbereitung und Durchführung des jährlich am ersten Sonntag im September stattfindenden Ludgerusfestes  (i.e. das "Fest der Umtragung der Gebeine des heiligen Liudger") in der Mitverantwortung der Gemeinschaft.

Das pastorale Leitbild des  heiligen Liudger ist für die Mitglieder der Gemeinschaft nach wie vor  Auftrag und Aufgabe, es ist ein anvertrautes Vermächtnis, ein Erbe, das es gilt weiterzugeben.

Zur Zeit besteht die CSL aus ca. 40 Mitgliedern. Zu den 14 Ehrenmitgliedern gehören alle Erzbischöfe und Bischöfe, deren Diözesen mit dem Lebensweg des heiligen Liudger verbunden sind.