Choralschola

Die Choralschola St.Ludgerus
Choral ist seit Jahrhunderten der offizielle Gesang der abendländischen Kirche. Schon die Schriften des Neuen Testaments bezeugen, dass der Gesang im Gottesdienst von Anfang an eine große Rolle spielte. Bestimmte Gruppen ( Schola ) übernahmen die Führung des Gesangs.
"Die Schola ist eine "Sängergruppe", die an der Spitze der Gläubigen den Volksgesang anführt und bestimmte Gesänge alternierend mit der Gemeinde oder auch ohne die aktive Beteiligung derselben vorträgt". ( R. Berger )
Die Gesänge der Choralschola reichen in die Zeit des Papstes Gregor I. ( 540 - 604 ) zurück. Daher spricht man auch vom "Gregorianischen Choral", den die Kirche als den der römischen Liturgie eigenen Gesang betrachtet.
Eine Vorform unserer Notenschrift, die Neumen, wurde ohne Notenlinien notiert. Über den Textworten sind Klangzeichen angegeben, ohne die genaue Tonhöhe zu bezeichnen. Diese Neumen deuten den Melodienverlauf nur an und dienen den Sängern lediglich als Gedächtnisstütze.
Auch die Werdener Choralschola singt heute noch die sonntäglichen Gesänge nach diesen alten Aufzeichnungen. Das "Proprium", das aus den Eigentexten und -melodien eines jeden Sonntags besteht, erfordert eine besondere, intensive Probenarbeit. Die Werdener Choralschola steigert ihre Fähigkeiten durch Schulungskurse, um diesen kostbaren Schatz der Musikgeschichte unserer Liturgie der Nachwelt zu erhalten. Dieser Verpflichtung um das einmalige Erbe sind sich die Choralsänger der Ludgerus - Basilika bewusst und setzen durch das sonntägliche lateinische Choralamt die benediktinische Tradition des ehemaligen Klosters fort

 

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